Aktuelles 2023

Inklusiver Freiwilligentag: Menschen aus Syrien, Afghanistan, Nigeria, Bayern gemeinsam für unsere  Stadtgesellschaft in Freilassing

Der Morgen des Inklusiven Freiwilligentages Bayern am 04. Oktober im Tierheim Freilassing :  Ein wunderschöner Herbsttag  und eine wunderbare Stimmung, mit dem Willen und dem Wunsch, gemeinsam etwas Schönes  zu schaffen. Am Start waren Menschen mit und ohne Behinderung, Menschen aus Bayern, aus Syrien, Afghanistan und Nigeria.

 

Die Aufgabe für die Ehrenamtlichen im Projekt „Inklusion durch Engagement“ vom „Laden„ in der Fußgängerzone Freilassing: Alle 16 Hundehäuser neu zu streichen. Markus Fuchs, stellvertretender Tierheimleiter, verlegte dafür bereits am frühen Morgen die Hunde bei schönstem Wetter in den Freiauslauf. Die Helfer hatten ab nun 8 Stunden Zeit, um alle Häuser frisch zu malern.

 

„Ich finde das toll, was ihr da macht“, so Rudi Kreuzeder aus Laufen, der mit seiner Tochter Bea noch vor seinem eigentlichen Arbeitstag, pünktlich um 8:00 Uhr, im Tierheim zum Helfen eintraf. „Hier wird das Bundesteilhabegesetz direkt umgesetzt, Menschen mit und ohne Behinderung engagieren sich ehrenamtlich gemeinsam , somit wird die soziale Teilhabe der Menschen mit Behinderung gefördert“. Rasch war das erste Hundehaus von Rudi und seiner Tochter neu gestrichen und es blieb noch Zeit, sich mit den anderen Helfern zu unterhalten.

 

Die restlichen 15 Hundehäuser teilten sich Muzaffar Sayed und Tareq Sahak, zwei junge Männer aus Afghanistan, Salem Alabd und Djwar Ramo aus Syrien, Marvelous Eguavon aus Nigeria , Isaac Embalo aus Guinea Bissau, tatkräftig unterstützt von Lisa Wittmann und Mabela Araya, die beide Menschen mit seelischer Behinderung sozialpädagogisch im „Laden“ von Startklar Soziale Arbeit begleiten. Marvelous hat für den ehrenamtlichen Einsatz seinen freien Arbeitstag eingebracht, ebenso wie Muzaffar: „Wir wollen helfen und haben gemeinsam noch jede Menge Spaß“.

 

So war das Ziel schon um 14:30 Uhr an diesem Tag erreicht, alle Hundehäuser erstrahlten in neuem weißen Glanz, die Böden waren geputzt, und die Hunde konnten wieder einziehen. „Ganz toll, eine super Leistung“, bedankte sich Markus Fuchs im Namen der Tierheimleitung“ bei den Aktiven. 

 

„Dieses Projekt im Rahmen der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Bayern – lagfa bayern e.V. zu initiieren und mitzufinanzieren ist eine sehr gute Idee des bayerischen Sozialministeriums. Die Theorie wird in die Praxis umgesetzt. Die Menschen erfahren Bestätigung und soziale Teilhabe, beides wichtig für ein gutes Lebensgefühl“, so Britta Schätzel von Startklar Soziale Arbeit . Für den Zusammenhalt von Leib und Seele und  gesellige Pausen zwischendurch sorgte die Kochgruppe „Freilassing is(s)t vegan„ mit leckeren Burgern , gebraten vor Ort von Heike Blankermann, Snejna Hein und Marie-Luise Thierauf.

 

Wer sich über alle  Aktionen in den bayerischen Städten  zur Inklusiven Freiwilligenwoche vom 02.10. bis 08.10 2023 unter Schirmherrschaft von Holger Kiesel, dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für Menschen mit Behinderung im Freistaat informieren will , kann dies tun unter www.lagfa-bayern.de/projekte/inklusiver-freiwilligentag/ 

 

 

Wer sich in Freilassing engagieren möchte, der kann sich im „Laden“ von Startklar Soziale Arbeit in der Fußgängerzone gerne melden, eigene Ideen für Projekte sind willkommen.


„INKLUSION DURCH ENGAGEMENT“ IM TIERHEIM FREILASSING

„Am liebsten mag ich die Vögel und füttere die Hühner„ , schwärmt Isaac Embalo, ein junger Mann aus Guinea Bissau mit einer geistigen Behinderung , der sich seit fast 2 Jahren zweimal in der Woche ehrenamtlich im Tierheim Freilassing engagiert.

 

Der Tierschutz ist seit 2022 in der Deutschen Verfassung verankert: „ Der Staat schützt …die natürlichen Lebensgrundlagen  und die Tiere“, so steht es im Artikel 20a des Grundgesetzes . In der Stadt Freilassing ist das Tierheim  eine starke  Basis der Tierschutzarbeit. Das Team rund um Tierheimleiterin Christine von Hake mit den Profis und den ehrenamtlichen HelferInnen ist unermüdlich im Einsatz, Tag für Tag, an Wochenenden und Feiertagen für Hunde, Katzen, Vögel und Kleintiere wie Meerschweinchen und Schildkröten. „Tiere werden ausgesetzt, abgegeben, TierhalterInnen versterben oder halten Tiere schlecht, dazu kommen Tiere aus illegalen Zuchten und Transporten“, so von Hake.

 

Das Ehrenamt spielt im Tierschutz eine große Rolle und wird vom Bayerischen Sozialministerium besonders unterstützt. Das Programm „Inklusion durch Engagement „fördert dabei in 10 bayerischen Städten das  Engagement von Menschen mit verschiedensten Behinderungen . Bayernweit steuert die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Bayern-lagfa bayern e.V. die Projekte. In Freilassing ist auf lokaler Ebene „Der Laden“ von Startklar Soziale Arbeit in der Fußgängerzone Projektträger. Für den Freiwilligentag am 04.10.2023 in der Inklusiven Freiwilligenwoche unter Schirmherrschaft von Holger Kiesel, dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung im Freistaat, haben sich bereits 7 Ehrenamtliche  gemeldet. „Nach Absprache mit Frau von Hake und ihrem Stellvertreter Markus Fuchs streichen wir an diesem Tag alle 15 Hundehäuser im Tierheim neu“, so Lisa Wittmann, die als Sozialpädagogin auch federführend für den Einsatz von Therapiehund Willi im „ Laden“ ist.

Wer gemeinsam mit anderen einen Beitrag für eine Inklusive Stadtgesellschaft leisten will, der ist am 04.10. herzlich eingeladen im Zeitraum von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr für 1 oder 2 Stunden mit zu streichen. Für das leibliche Wohl der Helfer an diesem Tag sorgt die Kochgruppe „Freilassing is(s)t vegan „rund um Marie Luise Thierauf.

 

 

Melden Sie sich an unter gemeinwesen@startklar-soziale-arbeit.de oder Tel 01718977563 oder direkt im „ Laden“, Fußgängerzone Freilassing ,täglich von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr. 


Cricketteam des SVK muss eine Liga runter

In der neuen Saison soll es zurück in die Bundesliga Südost Bayern gehen – Ahmadi ist jetzt Junioren-Nationalspieler

Wenn sich auf dem Sportplatz in Kirchanschöring zwei Mannschaften mit je elf Spielern gegenüberstehen, ist das nicht unbedingt ein Fußballspiel. Seit 2016 wird beim SV Kirchanschöring auch Cricket gespielt.

Nach Angaben des Deutschen Olympischen Sportbunds ist Cricket die am stärksten wachsende Sportart Deutschlands. So ist der SVK als Breitensportverein gut gerüstet für die Zukunft und kann die Region bei der Fachkräftezuwanderung unterstützen. Viele Menschen aus anderen Ländern suchen einen Arbeitsplatz in Deutschland. »Ein Angebot Cricket ist für mich ein Grund, hier in der Gegend zu bleiben«, betont SVK-Spieler Baljinder Singh, Computerfachmann aus Sri Lanka. »Es gibt mir ein Heimatgefühl und damit für mich und meine Familie ein gutes Gefühl, hier willkommen zu sein.« So hat Singh auch sofort für einen Beitrag in der Sendung »mehr/wert – Magazin für Wirtschaft und Soziales« im BR zugesagt. Das SVK-Team wurde in der Sendung als positives Beispiel für bürgerschaftliches Engagement von Migranten vorgestellt.

In der Saison 2023 hat sich die Mannschaft neu aufgestellt. Abteilungsleiter Ibrahim Shah konnte Sherwali Khalozai als Kapitän für das junge Team gewinnen. Das Ziel für die zweite Saison in der Bundesliga Südost Bayern nach dem Aufstieg 2019 und der coronabedingten Spielpause 2020 und 2021, war es, sich in der Liga zu stabilisieren. Das ist nicht gelungen. Nach hart umkämpften Spielen ist die Mannschaft nur Tabellenachter und muss in die Regionalliga absteigen.

 

Aber auch in dieser Saison gab es sportliche Erfolge: Gute Ergebnisse gab es im T-20-Pokal. Dort gewann der SVK fünf von elf Partien und wurde am Ende Vierter. Einen schönen Saisonerfolg hatte zudem Werfer Sajjad Shinwari, der in der Tabelle 2023 jahresbester Werfer wurde. Den sportlich und persönlich größten Erfolg konnte Nachwuchsspieler Jamshid Ahmadi feiern. Der 19-Jährige wurde nämlich in die deutsche Cricket-Junioren-Nationalmannschaft berufen. Ahmadi ist in den vergangenen Jahren in der Wohngruppe von Jonathan Soziale Arbeit in Traunreut sozialpädagogisch begleitet worden. Er beginnt nun im September eine Ausbildungsstelle als KFZ-Mechatroniker bei der Firma Aichhammer in Waging. 

Ahmadi hat viel vor: »Ich freue mich darauf, im Winter viel zu trainieren und in der neuen Saison wieder voll loszulegen mit der Mannschaft.« Denn für die nächste Saison 2024 liegt das Saisonziel klar auf der Hand: »Wir wollen zurück in die Bundesliga Süd Ost Bayern«, betont Abteilungsleiter Ibrahim Shah. Gute Unterstützung erwartet die Mannschaft vom Bayerischen Cricket Verband mit Geschäftsführer Siegfried Stindl. Sein großes Anliegen ist es, die Kommunikation zwischen Verband und Mitgliedsvereinen zu verbessern und weiter zu entwickeln. »Das ist bei den vielen Beteiligten mit sprachlich und kulturell unterschiedlichster Herkunft nicht so einfach, aber wir sind auf einem guten Weg, unter anderem mit unserer neuen Software Vereinsmanager«, sagt Siegfried Stindl.

 

Zum wöchentlichen Training in der Hans-Straßer- Halle in Kirchanschöring können alle Interessierten gerne vorbeikommen. Beim Cricket in Kirchanschöring geht es nicht nur um den sportlichen Erfolg, sondern auch um ein soziales Miteinander. So sind im Cricket-Training Menschen mit Behinderung jederzeit willkommen, insbesondere auch Menschen mit einer seelischen Behinderung. »Es kann jedem Menschen passieren, dass er seelisch aus dem Gleichgewicht gerät. Insbesondere wenn er viele schlimme Dinge, zum Beispiel in seinem Heimatland oder auf der Flucht erlebt hat, oder das Leben einfach aus verschiedenen Gründen nicht so leicht ist«, weiß Ibrahim Shah.

 

Unterstützt wird die SVK-Cricketabteilung durch das Programm »Sport schafft Heimat« des Bayerischen Staatsministerium des Innern, Sport und Integration mit Landesmitteln über den Bayerischen Landes Sportverband, koordiniert von den Mitarbeitern des Programmes »Integration durch Sport«. Startklar Soziale Arbeit unterstützt die Mannschaft mit dem Patenprojekt »Menschen stärken Menschen«, ein Programm des Bundesfamilienministeriums. Die ehrenamtliche Arbeit wird dabei begleitet von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Bayern, finanziert durch das Bayerische Sozialministerium.

 

Weitere Informationen gibt es bei Abteilungsleiter Ibrahim Shah,

Telefonnummer 0163/98 55 101.

 

Hier online im Traunsteiner Tagblatt lesen ...

 

 


Gesellschaftspolitisches Engagement der Sozialen Arbeit im Gemeinwesen

Wir handeln sozialpolitisch.

Gute sozialpolitisch wirksame Ideen wollen wir gemeinsam mit anderen verwirklichen.

Soziale Missstände müssen aufgedeckt werden und gemeinsam beseitigt werden.

 

 

In unserem Projekt Inklusion durch Engagement, das wir in Freilassing gemeinsam mit 10 anderen Städten und Gemeinden in Bayern unter Leitung der lagfa bayern e.V. durchführen, beteiligten wir uns am Europäischen Protesttag für die Gleichstellung  von Menschen mit Behinderungen.


 

  • Wir protestieren gegen Eingangstüren, die nicht für alle Menschen selbständig zu öffnen sind
  • Wir protestieren gegen Eingangstüren durch die nicht alle Menschen selbständig in das Haus kommen
  • Wir protestieren gegen die Unterbringung von Menschen mit Behinderungen in abgelegenen, gesundheitsschädlichen und sozialpädagogisch unbetreuten Asylunterkünften

"MITEINAnDER LEBEN - EHRENAMT VERBINDET" RIKSCHA-PROJEKT IM AWO SENIORENHEIM

Ehrenamtlicher Philipp Klarmann fährt jeden Freitag nach seiner Arbeit mit Seniorinnen, Senioren und Angehörigen eine kleine Ausflugsfahrt mit der Rikscha.  Im Rahmen des Programmes „ Miteinander leben- Ehrenamt verbindet“ ist dies ein Projekt mit dem AWO Seniorenheim Freilassing.

 


„Inklusion durch Engagement“ im Tierheim Freilassing

In der Freiwilligenwoche vom 2. bis 8. 10. 2023 organisieren wir einen Aktionstag mit Ehrenamtlichen im Tierheim Freilassing. Das Datum wird noch bekannt gegeben. Für Verpflegung sorgt unsere ehrenamtliche Kochgruppe Freilassing is(s)t vegan.


Patenschaft für den jungen Dackel „Keks“ und  Senior „Stanley“

 

„ Soziale Organisationen müssen zusammenhalten“, so kommentiert Tierheimleiterin und Hundetrainerin Christine von Hake die Zusammenarbeit zwischen dem Tierheim Freilassing und der Sozialen Arbeit im Gemeinwesen von Startklar Soziale Arbeit. Nun haben sich Frau von Hake, Markus Fuchs, stellvertretender Heimleiter und Tierpfleger, Britta Schätzel und Lisa Wittmann von Startklar Soziale Arbeit getroffen, um eine Patenschaft für die beiden Hunde „Keks“ und „Stanley“ zu besiegeln.“

 

Wir möchten damit die wertvolle Arbeit des Tierheimteams unterstützen und danke an das Team sagen für die Bereitschaft, Teil unseres Projektes  „Inklusion durch Engagement„ zu sein, so Britta Schätzel und Lisa Wittmann. In diesem Projekt des Bayerischen Sozialministeriums, organisiert von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Bayern-lagfa bayern e.V. , sollen Menschen mit seelischer Behinderung dabei unterstützt werden, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Isaac, ein junger Mann mit einer geistig-seelischen Behinderung kann so seit einem Jahr zweimal in der Woche Markus Fuchs beim morgendlichen Dienst im Tierheim helfen . Er macht Käfige sauber und füttert Kleintiere. Isaac kam 2016 als Jugendlicher aus Guinea Bissau nach Deutschland und es ist das erste Mal, dass er sich ehrenamtlich engagieren kann. Und das ist ihm sehr wichtig. Zudem wird im Betreuten Einzel Wohnen für Menschen mit seelischer Behinderung von Startklar gerade Therapiehund „Willi„ ausgebildet. Mit ihm dreht Isaac mit Lisa Wittmann gerne eine kleine Runde.

Hunde sind treue Begleiter vieler Menschen in Freilassing. Ein Hund kann der Seele guttun und durch die täglichen Spaziergänge fit halten, vorausgesetzt, er wird gut versorgt. Im Tierheim sind Hunde wie der junge Dackel „Keks“ und der Senior „Stanley“, die schon viel erlebt haben, und  auf ein liebevolles Zuhause warten.

 

Welcher Hund zu welchem Menschen oder welcher Familie passen könnte, dafür bietet das Tierheim Freilassing mit dem Team von Frau von Hake gerne Beratungsgespräche  an. www.tierheim-freilassing.de


„Inklusion durch Engagement“ im Tierheim Freilassing

„Inklusion durch Engagement“ ist ein Projekt, das vom Bayerischen Sozialministerium in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Bayern – lagfa bayern e.V. ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projektes ist es, Menschen mit Beeinträchtigung für das Ehrenamt zu motivieren.

 

 

Im Mai 2022 bekamen wir von Startklar Soziale Arbeit eine Anfrage, ob wir einen ehrenamtlichen Helfer aufnehmen würden.

 

Wir fanden das Projekt sehr interessant und so kam Isaac zu uns. Anfangs war Isaac an einem Vormittag für ca. 2 Stunden mit einer Betreuungsperson bei uns. Nach einer Einarbeitungsphase kommt Isaac jetzt zwei Mal in der Woche ohne Betreuer für insgesamt ca. 4 Stunden zu uns. Isaak hilft zuverlässig bei der Reinigung der Hundezimmer und versorgt selbständig die Kleintiere im Außenbereich.

 

Wir freuen uns sehr, Teil dieses Projektes zu sein und danken Isaac für die tolle Unterstützung und Startklar Soziale Arbeit, dass sie an uns gedacht haben.

 

Das Tierheim Freilassing

 

Christine von Hake


Gelebte Inklusion mitten in Freilassing

Startklar Soziale Arbeit setzt auf inklusive WGs, um Teilhabe im Gemeinwesen zu ermöglichen

 

Drei junge Männer. Aus drei verschiedenen Herkunftsländern. Zwei ohne, einer mit Behinderung. Eine Wohngemeinschaft. So könnte man die inklusive Wohngemeinschaft von Startklar Soziale Arbeit in Freilassing kurz zusammenfassen. Alaa und Bashiir leben seit November 2020 zusammen in der Wohnung von Startklar, Isaac kam vor ein paar Monaten dazu. „Das war für mich das erste Mal, dass ich in eine WG gezogen bin. Da habe ich mir schon davor Gedanken gemacht, wie das wohl sein wird“, erzählt Alaa. Vor allem die Themen Sauberkeit und Putzen sollten von Anfang an besprochen sein. Inzwischen funktioniere das Zusammenleben ausgezeichnet, berichtet Alaa.

 

Alaa ist 27, kommt aus Syrien und kam 2016 über das Patenprojekt zu Startklar Soziale Arbeit. Damals haben er und seine Familie eine Patin – Doris – vermittelt bekommen. Eine sehr nette Frau, die ihnen viel geholfen habe, sagt Alaa. Sich in einem zunächst fremden Land zurechtzufinden ist nicht immer einfach. Deutsch lernen, Arbeit suchen, eine Wohnung finden: das alles sind Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Zig Bewerbungen hat Alaa geschrieben, bevor er 2017 eine Anstellung als Lagerist in einer Spedition in Ainring gefunden hat, in der er bis heute beschäftigt ist. Vor allem aber die Wohnungssuche war für ihn zum Verzweifeln. Eineinhalb Jahre suchte Alaa nach einer Bleibe. „Ich habe keine Chance gehabt, vielleicht weil ich nicht von hier bin und manche Vermieter auch lieber an Paare als an Alleinstehende vermieten“, vermutet er. 

 

Bashiir ist 23, kommt aus Somalia und ist mit seiner Patin Inge aus Freilassing seit  2017 im Patenprojekt. Mittlerweile macht er bei Startklar eine Ausbildung zum Bürokaufmann. Bei unserem Treffen ist er nicht dabei. Alaa hat gerade Urlaub, Bashiir nicht.

 

Isaac ist der neueste Mitbewohner in der WG. Er ist 22, kommt aus Guinea Bissau und zog erst vor Kurzem aus einem Asylheim in Rosenheim in die Freilassinger WG. Die Wohnung und vor allem sein Zimmer findet er super, besonders im Vergleich zu seiner vorherigen Wohnsituation. Isaac hat eine kognitive und seelische Behinderung. So kommen für ihn zu den ohnehin großen Herausforderungen der Orientierung in einem neuen Land noch diverse andere Hürden dazu.

 

„Bei der Begleitung von hunderten jungen Menschen und Familien im Patenprojekt haben wir erkannt, dass es geflüchtete Menschen gibt, denen aufgrund einer seelischen  Behinderung ohne Hilfe kein gutes Leben im Berchtesgadener Land möglich sein wird “, sagt Britta Schätzel, Sozialwissenschaftlerin und Sozial Arbeiterin, die fachlich auf die Inklusive Soziale Arbeit im Gemeinwesen setzt. Daher konzipierte sie in Absprache mit dem Bezirk Oberbayern das „Betreute Einzel Wohnen – BEW für geflüchtete Menschen“, um diese Leistung der Sozialen Arbeit im Rahmen der Eingliederungshilfe in der Region 18 erbringen zu können. Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist das Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung. Es wird auf der Basis der UN- Behindertenrechtskonvention bis 2023 vollumfänglich in Kraft treten. Es zielt auf Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe zu einem modernen Teilhaberecht ab, um die Möglichkeiten einer den persönlichen Wünschen entsprechenden Lebensplanung und -gestaltung zu stärken. „Das Bundesteilhabegesetz wird nicht umgesetzt, wenn Menschen mit Behinderung in abgeschiedenen Wohngruppen untergebracht werden, wo sie nicht leben wollen“ erklärt Schätzel. Eine mögliche Lösung: Inklusive WGs, in denen Menschen mit und ohne Behinderung, aus verschiedenen Generationen und unterschiedlichen Herkunftsländern zusammenleben. Die Aufgabe der Sozialen Arbeit besteht dabei allerdings nicht nur in der Beschaffung und Vermittlung von Wohnraum. Es geht um mehr: Arbeit, Sprache, Bildung, Gesundheitsversorgung, Freizeit und Bürgerschaftliches Engagement sind weitere Aspekte, um die sich die Mitarbeiter*innen des BEW für und mit den Menschen kümmern.

 

So kommt Mabela Araya, Diplom Psychologin und  Mitarbeiterin des BEW, jeden Tag in die WG und schaut nach Isaac. Sie hilft ihm beim Putzen, begleitet ihn zum Einkaufen. Damit Isaac sich ehrenamtlich engagieren kann, erhält er zweimal in der Woche Deutschunterricht von Gabriele Seeländer, einer ausgebildeten Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache. Einen Gruppenunterricht kann Isaac noch nicht besuchen.

 

 

Auch Alaa unterstützt Isaac. „Ich wollte etwas zurückgeben“, berichtet er. Deshalb hat er die Patenschaft für Isaac übernommen: „Jeden Tag, wenn ich von der Arbeit komme, schaue ich nach ihm und helfe, wenn er etwas braucht. Manchmal begleite ich ihn samstags zum Sportangebot auf den Bolzplatz beim Badylon oder wir tanzen alle drei eine Runde auf Reggae Musik, das liebt Isaac“. Wie Isaac das findet? „Alaa ist ein guter Mann!“, sagt er.

 

Mit den beiden Förderprogrammen „ Inklusion durch Engagement“ und „ Miteinander leben-Ehrenamt verbindet“, finanziert vom Bayerischen Sozialministerium und organisiert von der lagfa bayern e.V. werden Projekte mit Ehrenamtlichen im Gemeinwesen angeboten.

 

Inklusion durch Engagement in Freilassing“ unterstützt dabei insbesondere Menschen mit Behinderung, sich ehrenamtlich zu engagieren. Beispielsweise im Tierheim, im Sportverein oder im Laden BENINOISE. Isaac hat sich bereits dafür angemeldet. Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist das Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung. Es wird auf der Basis der UN- Behindertenrechtskonvention bis 2023 vollumfänglich in Kraft treten. Es zielt auf Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe zu einem modernen Teilhaberecht ab, um die Möglichkeiten einer den persönlichen Wünschen entsprechenden Lebensplanung und -gestaltung zu stärken.

„Das Bundesteilhabegesetz wird nicht umgesetzt, wenn Menschen mit Behinderung in abgeschiedenen Wohngruppen untergebracht werden, wo sie nicht leben wollen“ erklärt Schätzel. Eine mögliche Lösung: Inklusive WGs, in denen Menschen mit und ohne Behinderung, aus verschiedenen Generationen und unterschiedlichen Herkunftsländern zusammenleben. Die Aufgabe der Sozialen Arbeit besteht dabei allerdings nicht nur in der Beschaffung und Vermittlung von Wohnraum. Es geht um mehr: Arbeit, Sprache, Bildung, Gesundheitsversorgung, Freizeit und Bürgerschaftliches Engagement sind weitere Aspekte, um die sich die Mitarbeiter*innen des BEW für und mit den Menschen kümmern.

 

So kommt Mabela Araya, Diplom Psychologin und  Mitarbeiterin des BEW, jeden Tag in die WG und schaut nach Isaac. Sie hilft ihm beim Putzen, begleitet ihn zum Einkaufen. Damit Isaac sich ehrenamtlich engagieren kann, erhält er zweimal in der Woche Deutschunterricht von Gabriele Seeländer, einer ausgebildeten Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache. Einen Gruppenunterricht kann Isaac noch nicht besuchen.

 

Auch Alaa unterstützt Isaac. „Ich wollte etwas zurückgeben“, berichtet er. Deshalb hat er die Patenschaft für Isaac übernommen: „Jeden Tag, wenn ich von der Arbeit komme, schaue ich nach ihm und helfe, wenn er etwas braucht. Manchmal begleite ich ihn samstags zum Sportangebot auf den Bolzplatz beim Badylon oder wir tanzen alle drei eine Runde auf Reggae Musik, das liebt Isaac“. Wie Isaac das findet? „Alaa ist ein guter Mann!“, sagt er.

 

Mit den beiden Förderprogrammen „ Inklusion durch Engagement“ und „ Miteinander leben-Ehrenamt verbindet“, finanziert vom Bayerischen Sozialministerium und organisiert von der lagfa bayern e.V. werden Projekte mit Ehrenamtlichen im Gemeinwesen angeboten.

Inklusion durch Engagement in Freilassing“ unterstützt dabei insbesondere Menschen mit Behinderung, sich ehrenamtlich zu engagieren. Beispielsweise im Tierheim, im Sportverein oder im Laden BENINOISE. Isaac hat sich bereits dafür angemeldet. Neben dem fehlenden  Wohnraum, sind die  mangelnden finanziellen Ressourcen für die Soziale Arbeit im Gemeinwesen eine Herausforderung. Dazu kommen lange bürokratische Wege und die komplizierte Behördensprache, die für Menschen, die keine Muttersprachler sind und zusätzlich noch eine Behinderung haben, nicht zu verstehen ist. „Außerdem benötigen wir einen günstigen und ausgebauten öffentlichen Nahverkehr , Stadtteil- und Gemeindegestaltung im öffentlichen Raum, digitale Ausstattung für alle, neue, integrierte Arbeitsansätze in der Sozialen Arbeit und gute Absprachen zwischen  Länderbehörden und den  Kommunen “, führt Schätzel aus. Bei allem kann es natürlich auch mal zu Konflikten mit der Umgebung kommen, wenn der neue Nachbar oder die neue Nachbarin nicht das erwartete Norm-Verhalten an den Tag lege. Das gehört zum Lernprozess und die Konfliktlösung zu den Aufgaben. Und manchmal gehört auch ein zeitweises Scheitern dazu.

 

Und Alaa, Bashiir und Isaac? Sie leben gemeinsam mitten in der Stadt, sind glücklich in ihrer WG. „Natürlich nerven auch mal Kleinigkeiten, wenn zum Beispiel ein Mitbewohner gekocht hat und er die Töpfe danach nicht abwäscht“, sagt Alaa. Aber die positiven gemeinsamen Erlebnisse lassen auch schmutzige Töpfe verzeihen. „In WGs wie unserer lernt man unglaublich viel über andere Menschen und andere Länder, das gibt Kraft.“

 

Sie haben in irgendeiner Form eine Behinderung und wollen sich engagieren?

Sie wollen als Übungsleiterin oder Übungsleiter Menschen mit Behinderung im Ehrenamt begleiten? Sie suchen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer?

Dann informieren Sie sich gerne im Laden:

 

Hauptstraße 7, Fußgängerzone, 83395 Freilassing

Tel: 08654 7725739, mobil: 0171 8977563

fluechtlingspaten@startklar-soziale-arbeit.de

www.soziale-arbeit-im-gemeinwesen.de

                                                                                                             

Neue Mitarbeiterin Mabela Araya (li.)


Modellprojekt „MiA – Plus Männerkurse „ - finanziert vom Bundesinnenministerium.

Seit 2019 bietet Startklar Soziale Arbeit im Rahmen der Inklusiven Sozialen Arbeit im Gemeinwesen für Frauen  die sogenannten MiA Frauenkurse – Migratinnen stark im Alltag an. Die Kurse, finanziert  vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ( BAMF ) ,sollen es Frauen erleichtern, sich im Alltag zurecht zu finden und gute Ausbildungs-und Arbeitsmöglichkeiten zu finden. In Deutschland gilt die Chancengleichheit – und Gerechtigkeit für alle Menschen, wie es im Grundgesetz festgelegt ist. Deshalb hat der Verein Eleganz Bildungsplattform e.V. in Zusammenarbeit mit dem BAMF  6 Kursmodule für  Männer entwickelt und konzipiert.

 

Aus einer anderen Kultur - mit einem anderen Rollenverständnis aufgewachsen und sozialisiert – für Männer, die zugewandert oder geflüchtet sind ,ist es oft schwierig, sich in der neuen Heimat in Deutschland zurecht zu finden. Dazu kommen Gewalterfahrung, Kriegserlebnisse, eine jahrelange Flucht und das Gefühl der Hoffnungslosigkeit auf eine gute Zukunft, das viele Männer aus ihren Heimatländern mitbringen. „Ich bin hierhergekommen, um  sicher leben zu können und zu arbeiten “, so ein Teilnehmer.

 

„Der Laden“ bietet in 2022 zwei der neuen  Kursmodule für Männer in Freilassing an.  Die Module umfassen so wichtige Lebensbereiche wie Fremdsein, Empowerment, Interkulturalität, Rollenbilder, Sexualität und Gewalt, Familie und Haushalt.

Der erste Kurs, besucht von insgesamt 18 jungen Männern zwischen 18 und 42 Jahren aus verschiedenen Ländern wie Somalia, Eritrea, Nigeria, Syrien oder  Afghanistan fand bereits unter Leitung von Fabian Werner, Berufsschullehrer, mit dem Schwerpunktthema „Familie und Haushalt“ statt. Er ist nach 8 Wochen erfolgreich beendet worden. 

Der nächste Kurs mit dem Modul „Empowerment“ startet jetzt im „Laden„ von Startklar Soziale Arbeit. „Die Teilnehmer arbeiten ihre Stärken heraus: Was kann ich besonders gut, was macht mir besonders Spaß, wo kann meine berufliche Zukunft liegen“, so Kursleiter Werner.

Es können sich gerne noch Interessierte  im „ Laden“, Hauptstr 7 , Fußgängerzone Freilassing  oder unter Telefon 01718977563 melden.

einige Teilnehmer vor dem „ Laden“ mit Kursleiter Fabian Werner, 2. von rechts


Die bayernweite Woche „Inklusion durch Engagement“ in Freilassing

„Inklusion durch Engagement“ – ein bayernweites Projekt vom Sozialministerium Bayern ist am Kirchweihmontag mit Freilassinger Beteiligung in die Aktionswoche 2022 gestartet. In der Woche von  17. Oktober bis 23. Oktober sind in ganz Bayern an 11 Standorten die beteiligten Projektstädte, darunter Freilassing, im Programm „Inklusion durch Engagement“ aktiv. „Inklusion durch Engagement“. Das Projekt will: Menschen mit Behinderung  können ehrenamtlich arbeiten. Die Projektidee für Bayern hatte das Bayerische Sozialministerium, koordiniert von der Landesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligenagenturen Bayern – lagfa bayern e.V.. Die Menschen mit seelischer Behinderung im „Betreuten Wohnen „ von Startklar Soziale Arbeit engagieren sich in den verschiedenen Bereichen im „ Laden“ , helfen bei Auf-und Abbau der täglichen Warenpräsentation  und dem Projekt „ Spiel und Spaß“ in der Fußgängerzone ,  kochen für Veranstaltungen in der inklusiven veganen Kochgruppe „ Freilassing is(s)t vegan“ rund um Marie-Luise Thierauf und Snjezana Hein ,oder sind im Tierheim Freilassing ehrenamtlich aktiv.

 

Vor dem „Laden“ in der Fußgängerzone  Freilassing von Startklar Soziale Arbeit  gab es am Kirchweihmontag den ganzen Tag über ein inklusiver Markt mit  vielfältigem Warenangebot aus den verschiedenen Projekten ,tolle Musik von der Band „NOT SPECIAL „ von Haus Hohenfried  ,neben dem täglichen inklusiven Angebot in der Fußgängerzone „ Spiel und Spaß für alle“ mit Tischtennisplatte, Kindertaxi , Rutschauto oder Dosenwerfen.

 

„Wir sind der Einladung vom Laden   gerne gefolgt und alle freuen sich sehr“, so Tanja Maschino und Lena König  vom  Haus Hohenfried ,“ Das ist das erste Mal seit Beginn der Pandemie Corona, dass wir an einer Veranstaltung teil nehmen können“. Haus Hohenfried ist Heimat für  junge Menschen mit einer  geistigen Behinderung mit Schul-Werkstatt – oder Wohnplatzangebot im Berchtesgadener Land.

Die Freude, in  Freilassing spielen zu dürfen  war Magdalena, Rebecca, Pascal, Timon , Johannes, Oliver und Jonas ,der Band von Musikleiter Martin Fabian anzusehen ,und vor allem für alle zu hören. Bekannte Musikstücke wie „Applaus, Applaus „von den Sportfreunden Stiller oder „ Ich war niemals in New York „ von Udo Jürgens brachten die Menschen in der Fußgängerzone zum Mitschwingen.“ Wir kommen gerne wieder nach Freilassing, das war toll hier“, versichert Gitarrist Johannes.

Am Dienstag gab es den  Startschuss in Freilassing für die Aktion Lego-Rampe, ein Projekt, das vom Standort  Landshut ,- der Freiwilligenagentur Landshut – fala initiiert wurde. Es werden Legosteine gesammelt und eine Rollstuhlrampe für den „Laden „ daraus gebaut. „ Unser „ Laden“ ist nicht barrierefrei, das geht gar nicht, und das wollen wir durch diese Aktion gemeinsam mit Hilfe der FreilassingerInnen ändern „ , so Lisa Wittmann , Pädagogin im Betreuten Einzel Wohnen für  Menschen mit seelische Behinderung. Es dürfen gerne  Legosteine im Laden vorbeigebracht werden, damit sich unsere große Sammelkiste rasch füllt. Finanzieren wird den Einbau der Legosteine als Rampe der Eigentümer der Immobilie ,Dr Herbert Aicher .Am Mittwoch fand unter der Leitung der Freilassinger Künstlerin Elfriede Slavik ab 16 Uhr eine Kunstwerkstatt statt und am Freitag sind alle Menschen in Freilassing ab 15:00 Uhr vor dem Laden eingeladen  zur Abschlussfeier mit Musik und Essen und Getränken der inklusiven veganen Kochgruppe „Freilassing is(s)t vegan“. Es gibt an diesem Abschlusstag auch Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten eines eigenen Engagements im Projekt.

 

Sie können weitere Informationen erhalten  unter 01718977563 oder täglich im Laden , Fußgängerzone Freilassing, Hauptstr 7 von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr.


Freilassing is(s)t vegan

 

Klimafreundlich kochen im Laden Hauptstraße 7, Freilassing Fußgängerzone

Begegnungen schaffen zwischen den Generationen, Kulturen und Menschen mit und ohne Behinderung. Die Köchinnen und Köche kochen lecker, gesund, vegan. Die Kochzeiten und Veranstaltungen werden im Laden ausgehängt.

 

Freilassing is(s)t vegan ist Teil des Programmes: „Inklusion durch Engagement.“

Alle sind herzlich eingeladen.

 

Ansprechpartnerinnen:

Marie Luise Thierauf und Snjezna Hein, Telefon: 0152 32798782

 

Beitrag von rfo:

https://www.rfo.de/mediathek/video/freilassing-isst-rezepte-mit-altem-brot/

 

 


Neue MiA Frauenkurse gestartet

rechts: Deutschlehrerin Ruth Stoffel

Fremd im Land, ohne Sprachkenntnisse, vielleicht nie eine Schule besucht ­- für geflüchtete Frauen mit kleinen Kindern ist es oft schwierig, sich gut im neuen Heimatland zu integrieren.

 

Das Patenprojekt von Startklar Soziale Arbeit unterstützt seit vielen Jahren durch verschiedenste Maßnahmen die Inklusion von geflüchteten und zugewanderten Menschen in den Lebensbereichen Arbeit, Wohnen und Freizeit. Eine davon sind seit 2018 die „MiA Frauenkurse“ – Migrantinnen stark im Alltag, die vom Bundesinnenministerium gefördert werden. Mit dem Besuch der Kurse sollen die Frauen einen leichteren Zugang zu einer Bildungs- und Berufsplanung, sowie zu Freizeit- und Kulturangeboten finden.

 

Nun sind zwei neue Kurse in Bad Reichenhall und in Berchtesgaden gestartet. Unter Leitung von Eneida Keta findet zweimal wöchentlich ein alltagsbezogener Deutschkurs im Haus Tauernhof in Schönau statt. 14 Frauen aus 5 verschiedenen Ländern lernen dort gemeinsam die deutsche Sprache verbunden mit alltagspraktischem Wissen: Wo finde ich eine Bücherei, wie bewerbe ich mich um einen Arbeitsplatz oder eine Ausbildung und wie spreche ich mit den Erzieherinnen im Kindergarten. Alles wichtige Kompetenzen, um einen guten Platz für sich und die Familie im Berchtesgadener Land zu finden. "Die Frauen sind sehr fleißig und wir haben bereits einen weiteren Kurs geplant“, so Lehrerin Eneida Keta, die in Salzburg Tourismus studiert und aus Albanien kommt. „Ich weiß, was es heißt und was an Kompetenzen benötigt wird, um sich in einem zunächst fremden  Land mit einer fremden Sprache zurecht  finden zu können.

 

Der zweite Kursus findet im Haus „Schroffen“ in Bad Reichenhall unter Leitung von Ruth Stoffel statt, eine ausgebildete Sprecherzieherin, Kulturwissenschaftlerin und erfahrene Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache. Auch dort lernen fleißig 10 Frauen aus verschiedensten Ländern wie Myanmar, Nigeria, der Ukraine und der Türkei. Es ist für die meisten Frauen die einzige Gelegenheit seit langer Zeit Deutsch zu lernen. Die Frauen aus den Häusern „Kibling“ und „Schroffen“ haben alle kleine Kinder und können in den Unterkünften ohne Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr keine anderen Kurse besuchen. „Ich bin froh, dass ich jetzt richtig Deutsch lernen kann“, so Esmeray Alp, Mutter von 6 Kindern im Alter von 3 bis 16 Jahren.

 

 

Ein Einstieg in die Kurse ist jederzeit möglich, auch Interessentinnen für einen weiteren geplanten Kurs in Freilassing können sich gerne bei:

 

Startklar Soziale Arbeit im Laden, Hauptstraße 7, Fußgängerzone

oder unter Telefon 0171 8977563 melden.


Der Laden: Inklusives Engagement schafft Teilhabe

 

Der Laden in der Fußgängerzone in Freilassing ist seit 2017  Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Bayern – lagfa bayern e.V. . Wir arbeiten  mit einem Konzept der Inklusiven Sozialen Arbeit im Gemeinwesen im Sinne des Bundesteilhabegesetzes. 

Die Basis für ein inklusives Leben  in unserem Gemeinwesen in Freilassing  ist das ehrenamtliche Engagement. Im Fokus unseres Projektes „ Inklusives Engagement schafft Teilhabe“ steht das ehrenamtliche Engagement von den Menschen, die als Geflüchtete zu uns kamen und eine seelische Behinderung haben.

 

Wir erreichen die Menschen durch das entstandene Netzwerk aus  der  Projektarbeit im Programm „ Miteinander leben- Ehrenamt verbindet“ in den vergangenen Jahren und durch zusätzliche  inklusive Projekte wie Theater und Sport.

 

Wir arbeiten  mit ehrenamtlichen Patenschaften von Einheimischen, Zugereisten, Zugewanderten und Geflüchteten. Paten und Patlinge engagieren sich gemeinsam im Modeprojekt von BENINOISE e.V., in der Cricketmannschaft, im Laden in der Fußgängerzone  bei Kulturveranstaltungen oder in anderen Bereichen der Stadtgesellschaft.

                                                                                         

Kontaktdaten:

Der Laden

Hauptstr. 7

83395 Freilassing

Telefon: 08654 7725739

E-Mail: gemeinwesen@startklar-soziale-arbeit.de 

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Gemeinsam Sport machen am Sonntag

Für alle, die in einer Gruppe gerne mal wieder Sport machen wollen und ihren „inneren Schweinehund“ besiegen wollen, bietet „Der Laden“ von Startklar Soziale Arbeit jeden Sonntag auf dem Gelände hinter dem Badylon eine Fitness- und Fußballgruppe an.

 

Alle Sportlerinnen und Sportler, gleich welchen Alters, ob mit oder ohne Behinderung, können den Sprung von der Couch Potato zum Freizeitsportler  mit Fitness- und Fußballtrainer Farouk Attia schaffen.

 

  • Von 14:00 Uhr bis 15.00 Uhr ist Fitness in abwechslungsreichen Übungen angesagt.
  • Danach ist ab 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr der Mannschaftssport Fußball in lockerer Form an der Reihe.

Gemeinsam Sport treiben macht Spaß, man lernt neue Menschen kennen und macht etwas Gutes für die eigene Gesundheit.

 

Der Laden ist einer von 11 Standorten in Bayern für das neue Programm „Inklusion und Teilhabe durch Engagement“ der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Bayern, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Sie können sich bei Farouk Attia anmelden unter der Telefonnummer 0176 61792854 oder einfach am Sonntag vorbeischauen.

 

Der Sonntagssport findet bei jedem Wetter statt.


Praxisbuch "Vielfalt fördern"

Teilhabe durch Bürgerschaftliches Engagement, Inspirationen und Tipps für Freiwilligenprojekte von, für und mit Migrant:innen // lagfa bayern

Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen für das Ehrenamt begeistern – mit dieser Idee hat vor fünf Jahren alles begonnen. Der Funke ist schnell übergesprungen auf viele Menschen in Bayern, die sich aktiv einbringen wollen. „Miteinander leben – Ehrenamt verbindet“: Was für ein treffender Name für ein Projekt, das so viele Menschen bewegt und miteinander vertraut macht!

 

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Beninoise - Mode aus Afrika

Neue Kurse für Frauen: Computer und Sport im Freien im Laden gestartet

 

! Die Computer-Kurse werden nun online angeboten, die Frauen wurden entsprechend bei Bedarf mit Computer-Hardware für den online Kurs zuhause ausgestattet. !

Der Zugang zum Beruf ist nur mit ausreichenden  Sprachkenntnissen und Kenntnissen zu unserem Bildungssystem möglich und zu den wesentlichen Kompetenzen in den meisten Berufen gehört der sichere Umgang mit dem Computer. Für geflüchtete oder zugewanderte Frauen, die oft Jahre in Kriegsgebieten und auf der Flucht verbracht haben, oder in Ländern mit einem wenig gut funktionierenden Bildungssystem aufgewachsen sind,  ist es wichtig, so schnell als möglich diese Kompetenzen  zu erlangen. Das schafft eine Voraussetzung, um beruflich in der Region Fuß fassen zu können und die Chance zu haben, in ein freies, selbständiges Leben zu starten.

Deshalb bietet „Der Laden“ von Startklar in der Fußgängerzone im Rahmen des Patenprojektes  wieder Frauenkurse „Migrantinnen einfach stark im Alltag“, sogenannte MiA Kurse des Bundesinnenministerium an. Die neuen zwei Kurse sind Anfang Oktober unter der bewährten Leitung von Elisabeth Lauber und Britta Maros gestartet. Lauber ist von Beruf Ethnologin und hat bereits mehrere Frauenkurse durchgeführt : „Die Frauen lernen die Funktionen des PCs kennen, Tastatur, Groß-und Kleinschreibung, Computerbefehle in deutscher Sprache, Texterfassung- und bearbeitung und am Schluss wird ein Lebenslauf erstellt“, so Lauber. Diese Chance nutzen die Frauen gerne und gut. Saghar Qasami, Teilnehmerin im letzten Kursus hat inzwischen erfolgreich mit Hilfe ihrer ehrenamtlichen Patin Ellen von Rennenkampff  ihre Ausbildung als Medizinische Fachangestellte begonnen.

 

Der  zweite Kurs „Sport im Freien, Beruf und Bildung“ war ein großer Wunsch der Teilnehmerinnen aus den letzten Kursen.  Viele der Frauen, oft junge Mütter kleiner Kinder, hatten in den letzten Jahren wenig Gelegenheit, Sport zu machen. So fand nun die Idee, Sport im Freien  in Freilassing mit den Bildungsbereichen Sprache und Zugang zum Arbeitsmarkt zu verbinden großen Anklang.

Britta Maros ist Physiotherapeutin und trainiert mit den Frauen überall und bei jedem Wetter in Freilassing. Die Frauen lernen dabei ihre Heimatstadt Freilassing kennen. Viele kannten die Saalach Aue nicht und waren ganz begeistert über diese schöne Natur , die sie mit ihren Familien besuchen können. Neben dem Saalachufer wird der Skaterplatz am Badylon  nach Sportmöglichkeiten ebenso erkundet, wie der „Schulwald“ zwischen der Grundschule und der Mittelschule in Freilassing. „Wir nutzen alle öffentlichen Flächen, trainieren an Treppen, Bänken und Wippen“, so Britta Maros.

 

Frauen, die noch mitmachen wollen, können sich für Sport am Montag und Mittwoch um 10:15 Uhr am Laden, Fußgängerzone, Hauptstraße 7 treffen oder zum Computerkurs am Donnerstag  um 9:00 Uhr kommen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Der Laden ist seit 2018  Mitglied  in der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Bayern – lagfa e.V.. Das Patenprojekt wird  seit 2016 vom Programm „ Miteinander leben- Ehrenamt  verbindet“  des Bayerischen Sozialministeriums unterstützt.    


Neues vom Max Aicher Bildungszentrum für Integration

Im Berchtesgadener Land und über die Region hinaus startete die Stiftung 2015 ein einzigartiges Unterrichtsprojekt, das zugewanderten Personen besondere Hilfestellungen bietet.

Im Bildungszentrum für Integration können alle erwachsenen Zuwanderer unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus jeden beliebigen Kurs besuchen – von der Alphabetisierung bis zum (Qualifizierten) Mittelschulabschluss.

 

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Kursprogramm 2023

Starten statt warten.

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In zwei Schuljahren zum Mittelschulabschluss

Gleich anmelden, bis spätestens Freitag, 09. Juni 2023

www.max-aicher-bildung.de

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Kontakt

 

Der Laden
Hauptstraße 8

83395 Freilassing 

 

 

 

Tel.: 0171 8977563

gemeinwesen@startklar-soziale-arbeit.de

www.soziale-arbeit-im-gemeinwesen.de