Unsere Soziale Arbeit im Gemeinwesen verstehen wir fachlich als Teil der ganzheitlichen Betrachtung aller Belange im Gemeinwesen. Der integrierte Ansatz einer gemeinwohlorientierten Stadt- und Gemeindeentwicklung im Sinne der Leipzig-Charta ist eine Grundlage unserer Arbeit.
Die Lebensbereiche Wohnen, Wirtschaft, Soziales und Umwelt sind integriert in der Stadt- und Gemeindeentwicklung zu sehen.
Die Soziale Arbeit im Gemeinwesen ist präventiv und nachhaltig zu gestalten. Sie bewirkt messbare Kosteneinsparungen im sozialen Sicherungssystem.
Weitere Grundlagen unserer Arbeit ist das Grundgesetz, die UN-Behindertenrechtskonvention und das Bundesteilhabegesetz, sowie das Bayerische Psychisch-Kranken-Hilfegesetz
Wir haben erlebt und beobachtet, dass es geflüchtete Menschen gibt, denen aufgrund einer seelischen Störung oder Behinderung eine Chance auf gleichberechtigte Teilhabe im gesellschaftlichen Leben nicht möglich ist. Daraus entstand das Konzept „Betreutes Einzel Wohnen – BEW für ehemals geflüchtete und zugewanderte Menschen mit seelischer Behinderung“. Inzwischen begleiten wir
Dabei arbeiten wir mit dem Bezirk Oberbayern zusammen. Die Zusammenarbeit ist über eine Leistungsvereinbarung auf der rechtlichen Basis des Sozialgesetzbuches (SGB) IX und SGB XII geregelt.
Ziel ist die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben in unserem Gemeinwesen und damit die Verhinderung von Heimunterbringungen.
Die Teilhabe betrifft alle Lebensbereiche der Menschen mit Behinderung: Wohnen, Familie, Gesundheit, Arbeit, Ausbildung, Freizeit und zusätzlich bei uns das Bürgerschaftliche Engagement (vgl. BIBay).
Einen Kompetenzbereich haben wir seit fünf Jahren in der Begleitung von ehemals geflüchteten Menschen mit schweren seelischen Behinderungen.
Dabei spielen der Erwerb kultureller Kompetenzen wie Fahrradfahren und der Spracherwerb, das Nachholen von Schulabschlüssen, eine Anbindung an Vereins- und Freizeitangebote, Regelung der Behördenangelegenheiten und der Kontakt zur Familie über Kontinente hinweg eine besondere Rolle für die Inklusion.
Einen weiteren Kompetenzbereich erarbeiten wir uns aktuell in der Begleitung sehr junger und älterer Menschen mit seelischer Behinderung.
Wir unterstützen junge Menschen dabei, im Leben Fuß zu fassen. Einige von ihnen kommen aus Einrichtungen oder aus ihrem Elternhaus und stehen an dem Punkt, an dem die Jugendhilfe endet.
Unser Ziel ist es, sie individuell auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben zu begleiten. Gemeinsam arbeiten wir unter anderem daran, passende Ausbildungsplätze zu finden, eine eigene Wohnung zu organisieren und Schritt für Schritt mehr Eigenständigkeit im Alltag zu entwickeln.
Für ältere Menschen gilt: "Einen alten Baum verpflanzt man nicht". Die Menschen wollen in ihrer Lebenswelt bleiben und dort sterben. Dabei helfen wir den älteren Menschen individuell.
Abdul hat einen langen Weg hinter sich, den sich niemand freiwillig aussucht. Der damals 15- jährige floh 2020 gemeinsam mit seinem 16 -jährigen schwer behinderten älteren Bruder Tareq aus Afghanistan. Zu der Zeit gab es heftige Kämpfe zwischen den Taliban und den afghanischen Regierungstruppen und auch Anschläge auf Zivilisten gehörten zum Alltag. Ein Jahr später übernahmen die Taliban die Macht, und die Situation wurde noch gefährlicher für die Familie von Abdul. Abdul und Tareq, die beiden ältesten Kinder, wurden von ihrer Familie losgeschickt, um in Sicherheit zu kommen ...
Sprache als Schlüssel zur Integration – Neuer Kurs für Menschen ohne Schulbildung
Ohne Sprache keine Integration- Die Sprache ermöglicht die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in Freilassing und im Berchtesgadener Land. Mit guten Sprachkenntnissen kann ich leichter Freundschaften schließen, mich aktiv einbringen und nicht zuletzt eine Ausbildung machen und arbeiten gehen.
Für Menschen, die in ihrem Heimatland keine Schule besuchen konnten oder durften ist ein ABC Sprachkurs der erste Einstieg in eine soziale und berufliche Teilhabe. Der Einstieg und die Motivation zum Lernen sind für diese Menschen ohne schulische Grundlagen besonders schwer.
15 Menschen aus verschiedenen Ländern - darunter Myanmar, Afghanistan und Syrien - haben nun den ersten Schritt gemacht und den Einstufungstest im Max Aicher Bildungszentrum absolviert. Die Teilnehmenden hat Anna Leitenbacher vom „Laden“ in der Fußgängerzone Freilassing aus der Region zusammengebracht. Viele hatten keinen Platz in anderen Kursen im Landkreis gefunden, andere haben aus Angst vor dem Schulbesuch erst gar nicht gesucht. „Niemand soll hier leben ohne die Chance zu haben, Deutsch zu lernen“ so die Sozialarbeiterin Anna Leitenbacher. Das entspricht auch dem Leitspruch des Max Aicher Bildungszentrums in Freilassing: „Bildung ist unser höchstes Gut - und die Wirtschaft von morgen“.
Das Team um Gabriele Bauer-Stadler griff die Anfrage sofort auf und stellte zeitnah eine neue Deutschklasse mit Lehrkraft auf die Beine.
Wer noch weitere Menschen kennt, die Interesse an einer Teilnahme haben, kann diese gerne während der Bürozeiten zur Einstufung und Anmeldung in die Sägewerkstraße 3 in Freilassing schicken. Alternativ können die Interessenten auch in den Laden in der Hauptstraße 8 in Freilassing kommen. Dort werden sie bei den weiteren Schritten begleitet.
Der Kursus startet am 03. September 2025 um 8:30 Uhr im Max Aicher Bildungszentrum in Freilassing.den zahlreichen EU-Fördermöglichkeiten für Jugendliche.
Externes Mittelschultraining
Weiterkommen mit einem deutschen Schulabschluss
Lernen Sie für den (Qualifizierenden) Mittelschulabschluss.
Für wen?
Für alle Zugewanderten über 18 Jahre bis
max. 33 Jahre, die keinen Abschluss haben, aus
dem deutschen Schulsystem herausfallen oder
deren Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt
werden. Mehr Infos im Download
Wir haben erlebt und beobachtet, dass es geflüchtete Menschen gibt, denen aufgrund einer seelischen Störung oder Behinderung eine Chance auf gleichberechtigte Teilhabe im gesellschaftlichen Leben nicht möglich ist. Daraus entstand das Konzept „Betreutes Einzel Wohnen – BEW für ehemals geflüchtete und zugewanderte Menschen mit seelischer Behinderung“.
Wir haben im Jahr 2022 das Fahrradprojekt „Stadthamster“ gestartet und im Jahr 2023 das „Rikschaprojekt“. Beide Räder können kostenfrei im Laden ausgeliehen werden und kommen mit Ehrenamtlichen bei Veranstaltungen zum Einsatz. Einige Familien in Freilassing haben sich bereits nach der Nutzung des Stadthamsters ein eigenes Lastenrad gekauft.
Wir sind dabei:
„Ich finde das Projekt Stadthamster als Mutter von drei kleinen Kindern großartig. Ein Fahrrad, das bis zu vier Kinder transportieren kann, einfach auszuleihen und das kostenlos! Das Abholen der Kinder vom Kindergarten, der Transport in der Freizeit oder einfach ein Ausflug mit der Familie. Das ist umwelt- und familienfreundlich.“
Mabela Araya, Freilassing, Mutter von 3 Kindern und Nutzerin des Stadthamsters. Sie hat sich inzwischen ein eigenes Lastenrad angeschafft, weil sie es so toll fand.
Das Projekt „Miteinander leben - Ehrenamt verbindet“ bietet allen Menschen in Freilassing diese Ressource.
für (ehemals) geflüchtete und zugewanderte Menschen mit seelischer Behinderung in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein und der Region 18.
Wir haben in unserem Patenprojekt in den vergangenen sieben Jahren hunderte geflüchtete junge und ältere Menschen und Familien gemeinsam mit ehrenamtlichen Patinnen und Paten begleitet. Wir haben in diesen Jahren erlebt und beobachtet, dass es geflüchtete Menschen gibt, denen aufgrund einer seelischen Störung oder Behinderung eine Chance auf gleichberechtigte Teilhabe im gesellschaftlichen Leben nicht möglich ist. Das Konzept „Betreutes Einzel Wohnen – BEW für (ehemals) geflüchtete und zugewanderte Menschen mit seelischer Behinderung“ wird in der Region 18 angeboten.
Seit 2016 unterstützen wir den Aufbau der Cricketmannschaft beim SV Kirchanschöring e.V.
Die Mannschaft, ehemals geflüchtete junge Männer, spielt inzwischen in der Bundesliga SüdOst des Bayerischen Cricketverbandes.
www.cricket-sv-kirchanschoering.de
Br-TV Bericht über das Engagement von Migrant:innen, in dem u. a, über die Cricketmannschaft beim SV Kichanschöring berichtet wird. (Im Bericht ab Minute 9)
